Persönliche Zukunftsplanung
für junge Menschen
Bei der Persönlichen Zukunftsplanung kann ein junger Mensch gemeinsam mit selbstgewählten Unterstützer*innen wichtige Fragen zu seinem weiteren Lebensweg klären. Sie kann dann hilfreich sein, wenn Zukunft unklar ist, schulische oder berufliche Perspektiven offen sind, Übergänge anstehen oder persönliche Krisen bewältigt werden müssen.
- Was ist mir wichtig?
- Wie soll meine Zukunft aussehen?
- Welche Schritte und welche Unterstützung brauche ich dafür?
Wer kann eine Persönliche Zukunftsplanung anstoßen?
Initiator*innen können die jungen Menschen selbst, das Jugendamt oder Einrichtungen sein, in denen Jugendliche begleitet werden, etwa Schule oder Wohngruppe. Wir setzen voraus, dass im Vorfeld bereits ein Austausch mit den jungen Menschen stattgefunden hat und sie dem Prozess offen begegnen.
Einsatzmöglichkeiten
- Partizipative Methode im Rahmen des Hilfeplanverfahrens (§36 SGB VIII)
- Personenzentrierte Arbeit mit dem jungen Menschen, statt einer klassischen Erziehungsbeistandschaft (§30 SGB VIII)
- Unklare Zukunftsperspektiven, Angst vor der Zukunft, Ziellosigkeit
- Unklarheit über schulische und berufliche Zukunft
- Übergänge (z. B. während oder nach einem BEW)
- Bewältigung persönlicher Krisen
- (Werdende) junge Mütter oder Väter
Im Mittelpunkt stehen dabei die Stärken, Wünsche, Ziele und Ressourcen des jungen Menschen.
Ablauf
Vorbereitung
Vor der eigentlichen Zukunftsplanung findet eine Vorbereitungszeit statt. In dieser Phase arbeitet eine Person aus unserem Netzwerk mit dem jungen Menschen ressourcenorientiert und netzwerkerweiternd, um die Zukunftsplanung gut vorzubereiten.
Diese Phase dauert in der Regel etwa vier bis acht Wochen und wird an den individuellen Bedarf angepasst.
Am Tag der Persönlichen Zukunftsplanung
Am Tag der Zukunftsplanung wird gemeinsam an einem klaren Ziel gearbeitet. Es werden vorhandene Stärken, Unterstützungsressourcen und erste Schritte in Richtung der gewünschten Zukunft besprochen und auf einem Plan aufgeschrieben.
Gemeinsam wird festgelegt, welche Personen aus dem Netzwerk welche Aufgabe übernehmen, damit die vereinbarten Veränderungen leichter umgesetzt werden.
Visualisierung
Wenn gewünscht, wird die Persönliche Zukunftsplanung wird visuell begleitet. Eine zweite externe Person hält den Prozess und die Ergebnisse sichtbar fest, damit der gemeinsame Plan besser erinnert und später leichter umgesetzt werden kann.
Abgrenzung zum Familienrat
Im Unterschied zum Familienrat geht es beim Zukunftsrat nicht in erster Linie um die Lösung einer akuten familiären Krise. Stattdessen steht die Ausrichtung des weiteren Lebenswegs eines jungen Menschen im Zentrum.
Die Persönliche Zukunftsplanung ist inhaltlich an die Anlaufstelle Familienrat Lichtenberg angebunden.
Wichtig zu wissen
Du entscheidest, worum es geht.
Niemand kann dich zwingen, etwas zu sagen, was du nicht sagen willst.
Wenn du Interesse hast, kannst du dich selbst melden oder gemeinsam mit einer Fachkraft eine Anfrage stellen.
Laura Nastke
Familienrat – Anlaufstelle Lichtenberg
Tel: +49 (0) 152 – 53 31 62 51
nastke@familienanlauf.de
Downloads
In diesem Bereich stehen Ihnen verschiedene Flyer, Broschüren, und andere Materialien zur Verfügung. Sie können diese Dateien herunterladen und für Informationszwecke, Veranstaltungen, Kommunikation oder andere Aktivitäten nutzen.